Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V. http://www.bi-luechow-dannenberg.de Pressemitteilung 28.11.11 Der diesjährige Castor-Transport hat Gorleben erreicht BI Umweltschutz:"Der Castor-Transport ist am Ende, wir noch lange nicht!" Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bilanziert: "Der Castor-Transport ist am Ende, wir noch lange nicht!" Ob 23.000 Menschen auf der Großdemo in Dannenberg, 5000 im Gleisbett bei Harlingen, eine 14 stündige Schienenblockade der Bauern: Der heftige Widerstand gegen diese Atommüllfuhre habe gute Gründe: "Das Hin- und Herkutschieren von Atommüll hat nichts mit der Lösung des Atommüllproblems zu tun." "Alle reden von der Rekordzeit, die der Transport für die 1.200 Bahn- und die 20 Straßenkilometer gebraucht hat. Wir reden von den politischen Zielen des Protests", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. "Die vielfältigen Störaktionen, Blockaden und die eindrucksvolle Großdemonstration sind nötig, um unseren Argumenten Gehör zu verschaffen. Aktionen und Argumente gehen Hand in Hand. Wir fordern die Aufgabe Gorlebens als Endlagerstandort, denn Gorleben steht für all die Fehler der 70er Jahre, in der auch das Asse-Desaster seinen Lauf nahm. Wir lehnen faule politische Kompromisse strikt ab. Alle Atomkraftwerke müssen und können sofort stillgelegt werden und die Atommülldebatte muss völlig neu geführt werden." Die Gorleben-Gegner gehen davon aus, dass die genehmigten Strahlenwerte am Zaun des Lagers mit der Einlagerung dieser Castoren überschritten werden und dass dieser Transport noch lange nicht der letzte in der Gorleben-Geschichte sein wird. "Wir gehen weiter auf die Straße und mischen uns ein, denn dieser Castor war nicht der letzte, sondern das Letzte." Im Jahr 2014 sollen Castoren mit mittelaktiven Abfällen aus La Hague nach Gorleben rollen, aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield sollen vier Fuhren mit 21 Castoren folgen. _______________________________________________ .ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung Gorleben, 28. November 2011 * Besser auf Warnungen von Atom-Gegnern hören, bevor es zur Katastrophe kommt * Gorleben-Politik der Regierung ist gescheitert Zum Ende des Castortransportes nach fast 126 Stunden, nach Protesten von weit mehr als 25.000 Menschen und tagelangen Blockaden erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisaton .ausgestrahlt: "Wir Atomkraftgegner freuen uns nicht, wenn unsere Warnungen wahr werden, aber leider lagen wir meist richtig. Von Fukushima bis zur Asse wird deutlich, was passiert, wenn die Risiken ausgeblendet werden. Mit unserem Protest gegen den Castor-Transport weisen wir auf die immensen Risiken einer Atommüll-Lagerung im maroden Salzstock von Gorleben hin. Es wäre endlich angebracht, vor der Katastrophe auf uns zu hören. Die letzten Tage zeigen: Die Gorleben-Politik der Bundesregierung ist gescheitert. Wer sich selbst wegduckt und die Polizei vorschickt, muss sich nicht wundern, wenn das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger schwindet. Der Konflikt lässt sich nicht lösen, wenn in Gorleben weiter Tatsachen geschaffen werden." Um ca. 22.45 findet in Trebel im Gasthof "Bauerstuben" eine abschließende Pressekonferenz der Gruppen statt, die den Protest maßgeblich getragen haben. .ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. .ausgestrahlt gehört zum Trägerkreis für die Großdemonstration „Gorleben soll leben“ am 26.11. in Dannenberg. http://www.ausgestrahlt.de * * * * * * Tag X - Freitag 25.11. Erfolgreiche Igel_innen - entschlossener Widerstand gegen die Atompolitik Die Castor-Südblockade zieht Bilanz Herzlichen Glückwunsch! Mehreren 100 Igel_innen gelang es heute mit ihren Aktionen in der Pfalz, den Fahrplan des Castortransportes um dreieinhalb Stunden zu verzögern. Viele Aktivist_innen hatten sich seit zwei Tagen bereitgehalten. Sie waren darauf vorbereitet, an jeder der möglichen Transportstrecken aktiv zu werden. Immer wieder gelangten Gruppen auf die Gleise, der Polizei gelang es erst nach Stunden die Strecke freizuhalten. Die Polizei ging teilweise sehr ruppig vor und setzte stellenweise Schlagstöcke und sogar Pfefferspray ein. Der Castor musste in Neustadt einen längeren Zwischenhalt einlegen und konnte die Strecke bis Haßloch und Böhl-Iggelheim nur im Schrittempo passieren. (Siehe auch den wachsenden Medienspiegel) Für alle, die dabei waren: Das Infotelefon bleibt noch bis Mittwoch 30.November erreichbar (z.B. für Fundsachen). Bitte schreibt alle jetzt Gedächtnisprotokolle und schickt sie später per Post (nicht elektronisch!). Eine Postadresse findet Ihr hier. Falls Ihr Post von den Repressionsbehörden bekommt, dann meldet Euch unter:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Schickt dorthin nur was Euch vorgeworfen wird und welche Art von Post Ihr bekommen habt (Vorladung, Vernehmung, Strafbefehl, Prozeßtermin und von wem), nicht was Ihr getan habt. Zuletzt: durch die Verlängerung um einen Tag hatten wir einige zusätzlichen Ausgaben, damit wir die Aktivist_innen gut unterstützen konnten. Deshalb bitten wir euch an dieser Stelle um zusätzliche Spenden! Spendenkonto: Sued-Westdeutsche Anti-Atom-Initiativen Kontonummer: 60 20 26 75 01 BLZ: 430 609 67 GLS-Bank eG, Bochum Stichwort "Südblockade" http://www.castor-suedblockade.de/news/54-tag-x-aktuell-2011/1461-tag-x-freitag-2511.html
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