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Samstag, 16.11.: Luftballonaktion am AKW Neckarwestheim

b_215_215_16777215_00_images_stories_akt13_131116-gknstoerfall.jpgWie schnell breitet sich die Radioaktivität nach einem Störfall aus?
Wie weit entfernt vom Atomkraftwerk Neckarwestheim wohnen Sie?
Und was ist im Katastrophenschutzplan überhaupt vorgesehen?
Was geschieht bei einem Super-GAU wie in Fukushima?

Der offizielle Katastrophenschutzplan für Neckarwestheim geht davon aus, dass noch mindestens 12 Stunden Zeit für eine Evakuierung, das Verteilen der Jodtabletten, für die Information an die Bevölkerung zur Verfügung stehen. Dann gibt es drei verschiedene Zonen um das Atomkraftwerk. Innerer Kern sind ein Radius von 2 km, dann eine 8 Kilometer-Zone und eine 25 km-Zone. Die Pläne gehen davon aus, dass nur die 8 km-Zone evakuiert werden muss. Diese ist dazu wiederum in 12 Sektoren eingeteilt. Unterstellt wird, dass nur drei evakuiert werden müssen.

Ein Supergau wie in Fukushima ist in den Katastrophenschutzplänen überhaupt nicht enthalten. Eine rechtzeitige Evakuierung auch gar nicht mehr möglich.

Die Radioaktivität breitet sich innerhalb von wenigen Stunden je nach den Windverhältnissen in einem Radius von mehreren hundert Kilometern aus. Allein im 40 km-Radius um Neckarwestheim leben 2,7 Millionen Menschen. Bei einem Supergau in Neckarwestheim ist eine realistische Evakuierung nicht möglich. Würde eine unbewohnbare Zone für hunderte von Jahren entstehen.

Kein Schadensersatz bei einem Super-GAU in Neckarwestheim.

Tepco als Betreiber von Fukushima war als Konzern sofort zahlungsunfähig. Die japanische Regierung hat Tepco 2011 sofort 6,7 Milliarden Euro überweisen müssen. Insgesamt bisher ca. 30 Mrd. Euro. Die evakuierten Japaner erhielten minimale Entschädigungen von 6 – 12.000 Euro pro Person. In Deutschland haften die vier Atomkonzerne zusammen nur mit 2,5 Mrd. Euro bei einem Supergau. Bei einem realistischen Versicherungsschutz würde jede KW-Stunde Atomstrom über zwei Euro kosten!

16.11.2013: Gemeinsame Störfallaktion an sechs AKW-Standorten

Beteiligen Sie sich an der Aktion in Neckarwestheim indem Sie beobachten, ob die Luftballons bei Ihnen zu sehen sind. Melden sie mit der angehängten Postkarte oder im Internet die gefundenen Luftballons.

http://atomalarm.info

Bei einem Super-GAU ist gegen die radioaktive Strahlung keine medizinische Hilfe möglich:


** Wer am Aktionstag (Samstag, 16.11.) in Neckarwestheim aktiv unterstützen möchte, kommt um 9:00h zum GKN Besucher - Parkplatz

 

** Für die Störfall-Aktion sind wir auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen:

M.Braig, Volksbank Hohenzollern, BLZ 641 632 25, Konto 038 111 3000,

Stichwort „Störfall AKW Neckarwestheim“


Flyer: Störfall-Aktion AKW Neckarwestheim am 16. November