Multithumb found errors on this page:

There was a problem loading image http://neckarwestheim.antiatom.net/images/stories/akt07/071125/p071125.jpg
There was a problem loading image http://neckarwestheim.antiatom.net/images/stories/akt07/071125/p071125.jpg

Es geht auch ohne Atomstrom.

ImageEnergiewende jetzt!
Neckarwestheim I und II abschalten!

->
AKW Neckarwestheim I &II: Gefährdung durch Radioaktivität und Belastung der Umwelt

-> neckarwestheimer anti-atom-info 44 | nov. 2007










 
AKW Neckarwestheim
Gefährdung durch Radioaktivität und Belastung der Umwelt


· Die Energieausnutzung liegt nur bei 31 / 32% von Block 1 + 2, alles weitere wird als Abwärme an die Umgebung (Wasser, Luft) abgegeben. Das „technische Wunderwerk“ in den beiden Atomreaktoren in Neckarwestheim besteht darin, durch eine fortwährende atomare Spaltung, mit der entstehenden unvorstellbaren Hitze in diesem Prozesses Wasserdampf zu erzeugen, der dann Turbinen zur Stromgewinnung antreibt. Würde jemand erklären, fortwährend eine Hiroshima-Atombombe zünden zu wollen, um mit Wasserdampf Turbinen anzutreiben, würde er sicherlich für verrückt erklärt. Nichts anderes findet jedoch in den Atomkraften täglich statt.

· Kühlung: Block 1 entnimmt bis zu 43 Kubikmeter Wasser pro Sekunde dem Neckar, leitet es bis zu 10 Grad wärmer wieder ein. Der Neckar wird durch das wieder eingeleitete Wasser um bis zu 5 Grad erwärmt. Block 1 gibt über 34 Kühltürme (insg. 186 m lang, 18 m hoch, 24 m breit) noch Abwärme in die Umgebung. Block 2 hat einen Hybridkühlturm, mit einem Durchmesser von 160 Metern und einer Höhe von 51 Metern. Block 2 entnimmt dem Neckar 1,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde und leitet es mit einer Temperatur von 35 Grad wieder ein. Block 2 verdunstet über den Kühlturm bis zu 47000 Liter Wasser pro Minute. So entsteht die tägliche „weiße Wolke“ über Neckarwestheim. Der Neckar soll eigentlich durch die beiden Atomkraftwerke nicht über 28 Grad erwärmt werden (Meßstelle in Lauffen). Damit die Leistung im Sommer nicht gedrosselt werden muss, hat das Umweltministerium Ba-Wü schon mehrere Sondergenehmigungen zur höheren Erwärmung des Neckars erteilt.

· Abgabe von Radioaktivität: Mit dem Abwasser werden täglich radioaktive Stoffe in den Neckar geleitet, unter anderem Tritium, es hat eine Halbwertszeit von 12 Jahren. Durch einen 150 m hohen Abluft-Kamin, der einen Innendurchmesser von 4 Metern hat, werden in der Stunde bis zu 326 000 Kubikmeter radioaktive Abluft an die Umgebung abgegeben. Dies sind u. a. Jod 131, Xenon, Krypton 85 und andere radioaktive Gase.

· Atombrennstäbe: In den beiden Neckarwestheimer Reaktoren befinden sich 370 hochradioaktive Brennstäbe, von denen jährlich ein Drittel ausgetauscht werden muss. Dadurch entstehen jedes Jahr 30 Tonnen an hochradioaktivem Atommüll, der noch für Jahrtausende eine tödliche Gefahr darstellt. Ein „sicheres Endlager“ über diesen Zeitraum wird es nie geben.

· Uranabbau: Der erste Schritt für die Herstellung der Brennelemente für den Atomstrom beginnt beim Uranabbau. Die Uranerzförderung wird bereits bei einem Gesteinsanteil von 0,1% durchgeführt. Deshalb müssen große Mengen Uranerz abgebaut werden. Hierbei ensteht für die Arbeiter und die Bevökerung in den Abbaugebieten eine gesundheitliche Gefährdung. (Auch in Deutschland sind durch den Uranabbau im Gebiet Wismut bereits tausende von Bergleuten an den Langzeitfolgen durch die radioaktive Belastung gestorben). Dies durch Gase beim Abbau (Radon), durch das Zermahlen des Gesteins und dem zurückbleiben von strahlenden Abraumhalden, die ihre radioaktiven Partikel in die Atmosphäre und das Grundwasser weitergeben.

· Urananreicherung: Die Herstellung der Brennstäbe setzt eine Urananreicherung des „Yellow Cake“ in einem komplizierten Prozeß voraus. Auch in Deutschland gibt es in Gronau eine Urananreicherungslanlage. Sie gibt wie jede Atomanlage permanent Radioaktivität an die Umgebung ab.



Es geht auch ohne Atomstrom.
Neckarwestheim I und II abschalten!



Image

Plakat zur „Abschalt-Kundgebung“ am AKW Neckarwestheim am 25.11.2007