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5. Neckar-Castor erreicht GKN unter Protest

b_215_215_16777215_00_images_stories_akt17_171219-castorfrei-x5--neckarwestheim-007.jpgDer vorerst letzte CASTOR-Transport auf dem Neckar erreichte nach einer Fahrt durch die Nacht unter Protest das dortige AKW am Morgen des 19. Dezember. In Lauffen am Neckar fanden sich ab 6:00 Uhr morgens Atomkraftgegner*innen zum Protest am dortigen Infopunkt und auf der Brücke ein. Zur Ankunft der Schiffe am AKW wurde die Protestaktion ans Neckarufer gegenüber der Castor-Anlegestelle verlagert. Dort fand bei der Mahnwache eine Kletteraktion von Robin Wood statt, direkt gegenüber der Schiffe eine abschliessende Pressekonferenz des Bündnis.
Das Bündnis Neckar castorfrei zieht eine positive Bilanz des Widerstandes gegen die sinnlose Atommüllverschiebung von Obrigheim nach Neckarwestheim.
Viele fantasievolle Protest- und Widerstandaktionen zeichneten die Aktivität der Atomkraftgegner*innen aus. Dazu gehörte unsere Öffentlichkeitsarbeit schon seit 2013, dann intensiviert im Januar 2017 mit der Infowelle und später mit unseren Demonstrationen und den Infopunkten bei den einzelnen Transporten.
Der Widerstand gegen den unverantwortlichen Umgang mit hochradioaktivem Atommüll wird weiter gehen. Eine „sichere Langzeitlagerung“ wird politisch versprochen, jedoch nie möglich sein. Deshalb:

 

Bündnis Neckar castorfrei, Presseerklärung, 19.12.207

Hochradioaktiver Atommüll: Langzeitlagerung völlig ungeklärt!

Bilanz der CASTOR-Transporte auf dem Neckar:

Die EnBW hat den Bau eines CASTOR-Lagers in Obrigheim 10 Jahre lang verschleppt, hat nun in 15 CASTOREN langzeitstrahlenden hochradioaktiven Atommüll von Obrigheim nach Neckarwestheim verschoben. Ausgerechnet in den Steinbruch nach Neckarwestheim, wo durch Auswaschungen Hohlräume entstehen, die mit viel Beton gefüllt werden müssen, und wo noch immer ein AKW läuft. Allein in den 15 CASTOREN aus Obrigheim befinden sich neben vielen Tonnen Uran auch 770 kg atomwaffenriskantes Plutonium. Die EnBW macht Neckarwestheim zum hochradioaktiven Dauerlager.

Eine „grüne Wiese“ wird es in den nächsten Jahrzehnten weder in Obrigheim noch in Neckarwestheim geben. Der unverantwortliche Betrieb von Atomkraftwerken hinterlässt auch an den AKW-Standorten für viele Generationen hochradioaktiven Atommüll und ebenfalls gesundheitsschädlichen Abrissmüll. In Neckarwestheim werden gerade neue Atomanlagen auch zur langfristigen Atommüll-Lagerung gebaut, denn es gibt keine tauglichen Pläne für eine Lagerung anderenorts:

Das Bündnis Neckar castorfrei zieht eine positive Bilanz des Widerstandes gegen die sinnlose Atommüllverschiebung von Obrigheim nach Neckarwestheim.
Viele fantasievolle Protest- und Widerstandaktionen zeichneten die Aktivität der Atomkraftgegner*innen aus. Dazu gehörte unsere Öffentlichkeitsarbeit schon seit 2013, dann intensiviert im Januar 2017 mit der Infowelle und später mit unseren Demonstrationen und den Infopunkten bei den einzelnen Transporten.
Unser Widerstand gegen den unverantwortlichen Umgang mit hochradioaktivem Atommüll wird weiter gehen. Eine „sichere Langzeitlagerung“ wird politisch versprochen, jedoch nie möglich sein. Deshalb: AKWs Abschalten sofort!

Wir fordern:

 - Keine weitere Atommüllproduktion – Atomausstieg sofort!
 - Dezentrale und regenerative Energiewende jetzt!