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Atomausstieg sofort & „Sonne für ALLE“ - Energiewende jetzt!

b_215_215_16777215_00_images_190310-neckar.jpgAn der Anti-Atom-Demonstration des Bündnisses Fukushima-Neckarwestheim am heutigen Sonntag in Kirchheim/Neckar haben trotz Unwetterwarnungen knapp 500 Menschen teil­ge­nom­men. Gemäß Sicherheitskonzept der Veranstalter wurde der Ablauf der Demonstration wegen der Sturmböen verkürzt und auf den Demo-Zug zum AKW Neckarwestheim verzichtet.
Neben dem Gedenken an den Super-GAU in drei Atomreaktoren und der Forderung nach einem sofortigen Atomausstieg wurde die weitere rasche Energiewende unter dem Motto „Sonne für ALLE“ dargestellt. Dazu wurde bei der Demonstration ein Solarpark simuliert.

Trotz widrigster Wetterumstände kann heute die Neckarwestheimer Demonstration zum 8. Jahrestag des Beginns der Fukushima-Katastrophe seit 13 Uhr zumindest in reduziertem Umfang durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen verzichten wir jedoch auf den Demonstrationszug zum AKW, sondern beschränken unser Programm alleine auf Kirchheim/Neckar. Zugausfälle im Norden verhinderten auch die Anreise des Redners Jochen Stay von .ausgestrahlt, Herbert Würth vom Bündnis Fukushima - Neckarwestheim übernimmt kurzfristig seinen thematischen Part zur Atompolitik.

Atomausstieg sofort: trotz Fukushima sind in der BRD immer noch 7 Atomreaktoren in Betrieb und sollen bis Silvester 2022 weiter Atomstrom und Atommüll produzieren. Die Uranfabriken in Lingen und Gronau sorgen weiter dafür, dass AKWs hier und weltweit mit Brennelementen versorgt werden. Atomausstieg sieht anders aus.
Jochen Stay von .ausgestrahlt, der wegen Zugausfällen nicht anreisen konnte, forderte in einem Grußwort aus Hamburg: "Damit in Deutschland nicht ähnliches wie in Fukushima passiert, müssen die sieben noch laufenden Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden und nicht erst 2022. Denn je älter diese Anlagen werden, umso größer wird das Risiko."

Regenerative, dezentrale Energiewende jetzt: Atomkraftwerke und vor allen Dingen Kohlekraftwerke verschmutzen die Umwelt und verhindern die weitere rasche Energiewende. Durch politisch vom Gesetzgeber festgelegte jährliche Obergrenzen und den Zwang zur Ausschreibung von größeren Neuanlagen wurde der Zubau bei Photovoltaik und Wind an Land ausgebremst. Dies lehnen wir ab - Sonne für ALLE und Energiewende jetzt!

Unsere Redner*innen und die Themen:
•  Fukushima - Frau Mika Kumazaki, Freiburg
•  Atomausstieg - Herbert Würth vom Demo-Bündnis in Vertretung von Jochen Stay
•  Energiewende - Daniel Bannasch, Mannheim, MetrolpolSolar
•  Klimaengagement - Nelson Leichsnering, Stuttgart, Fridays For Future

Musikalisch wurde die Kundgebung von Souzas Traum und der Lokomotive Stuttgart unterstützt.

Wir fordern mit unserer heutigen Demonstration:
•  Atomkraftwerke und Atomfabriken sofort stilllegen!
•  Kohlekraftwerke schnellstmöglich vom Netz!
•  Energiewende beschleunigen – Klimaziele einhalten!

Bei real abwesendem Atomausstieg (Deutschland immer noch 2. größtes Atomland in der EU!) und bei immer neuen Blockaden einer echten Energiewende sind Demonstrationen wie heute so nötig wie eh und je.
Und Katastrophenschutz-Simulationen wie vor wenigen Tagen können keinen Super-GAU wie in Fukushima verhindern, sie können noch nicht einmal die Folgen eines Super-GAUs begrenzen. Also müssen sich die Bürgerinnen und Bürger selbst helfen.

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