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Kein weiterer Atommüll!

ImageSeit dem 14. Juni 2000 gibt es in Deutschland die „Vereinbarung über die geordnete Beendigung der Nutzung der Kernenergie in Deutschland.“ Unterzeichnet von der damaligen rot/grünen Bundesregie-rung und den vier Vorstandsvorsitzenden der Engergiekonzerne EoN, RWE, EnBW und Vattenfall. Heute, bereits 8 Jahre später, ist noch kein einziges relevantes Atomkraftwerk in Deutschland abge-schaltet worden! Lediglich die beiden Uralt-Kleinreaktoren in Stade und Obrigheim. Warum – wo doch in diesem „Atomausstieg“ sogar drinsteht, dass das Ende der Regellaufzeit von GKN I am 01.12.2008 sein soll? Weil diese gesamte Vereinbarung eine Mogelpackung ist, es gibt definitiv kein einziges festgeschriebenes Abschaltdatum!
 
Bundesumweltminister Gabriel lehnt jetzt die beantragte Laufzeitverlängerung durch eine Strommengenüber-tragung von GKN II auf das GKN I ab. Doch wird deshalb GKN I - wie eigentlich im sogenannten Atomaus-stieg vorgesehen – im Dezmber 2008 abgeschaltet? Nein! Denn geregelt wurden in diesem „Atomausstieg“ lediglich sehr großzügig bemessene Reststrommengen für jedes Atomkraftwerk. Selbst das AKW Mühlheim-Kärlich, das nie richtig am Netz war, erhielt sie sagenhafte Reststrommenge von 107,25 Terrawattstunden zum verteilen auf andere Atomkraftwerke.
So können die Energiekonzerne nach belieben Schlupflöcher suchen um ein Abschalten zu verhindern. Des-halb gibt es seit dem letzten Jahr den unsäglichen Streit um die Strommengenübertragungen, den EnBW und RWE bereits vor Gericht austragen. Dies alles, um ein Abschalten vor der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2009 zu verhindern. EnBW geht dabei sogar so weit, dass sie auf rund 80 Million Euro Profit für das längst abgeschriebene AKW verzichtet und im Jahr 2007 die Leistung von GKN I auf 68% gedrosselt wurde. Die EnBW Geschäftsführung setzt ihren Profiverzicht auch 2008 fort, in den ersten vier Monaten lief GKN I ebenso nur mit einer Leistung von 67%.

In beiden Atomkraftwerken in Neckarwestheim entsteht durch die tägliche Atomstromproduktion hochradioak-tiver Atommüll. Von GKN I und GKN II zusammen 28 Tonnen im Jahr, alle 17 AKWs in Deutschland hinterlas-sen jährlich ca. 500 Tonnen hochradioaktiven Atommüll. Keiner der heute Verantwortlichen bei der EnBW, den zuständigen Aufsichtsbehörden beim Land und beim Bund kann die Frage beantworten, was mit diesem Atommüll in den nächsten Jahrtausenden geschehen soll. Dieser Atommüll soll jetzt für 40 Jahre in das Zwi-schenlager. In 40 Jahren wird es die heutige Rechtsform der EnBW Kraftwerks GmbH längst nicht mehr ge-ben. Wer haftet überhaupt und ist für den Atommüll verantwortlich? Alle heutigen Probleme des Atomstromes werden einfach den nachfolgenden Generation hinterlassen!
Die neue Kinderkrebsstudie hat nachgwiesen, dass bereits im Normalbetrieb der Atomkraftwerke ein erhöhtes Krebs- und Leukämierisiko in der Umgebung der Atomkraftwerke besteht. Es wurde anhand der Kinderkrebs-zahlen des deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz festgestellt, dass im 5-km Radius um ein AKW Kleinkin-der sogar ein signifikant erhöhtes Leukämierisiko haben. Generell gilt die Abstandsregel im 50-km Radius: je näher der Wohnort liegt, desto höher das Erkrankungsrisiko.

Der Anstieg bei den regenerativen Energien ersetzt seit langem jährlich bereits 1-2 Atomkraftwerke. Der wei-tere Betrieb von Atomkraftwerken ist gesundheitsgefährdend, die weitere hochradioaktive Atommüll-Produktion unverantwortlich.

Das Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim fordert:

· keinen Weiterbetrieb von GKN 1 bis nach der nächsten Bundestagswahl!
· die sofortige Stilllegung von GKN 1 und GKN 2!