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AKW Neckarwestheim: Fukushima-Demo am 9. März

b_215_215_16777215_00_images_stories_akt13_130309-demo-fukushima_fukushima_neckarwestheim_120312_003.jpg(28.02.2013) Am 11. März ist der zweite Fukushima Jahrestag der Atomkatastrophe in Japan. Von vier Atomreaktoren in Fukushima hatten drei in kürzester Zeit den Supergau und setzten unkontrolliert Radioaktivität frei. Aus zwei Abklingbecken mit tausenden von hochradioaktiven Brennelementen wird seitdem unkontrolliert Radioaktivität frei gesetzt. Bei einem Zusammenbrechen der Becken ist ein weiterer Supergau zu befürchten.

Tschernobyl und Fukushima sind die Mahnmahle dafür, dass Atomkraft eine unverantwortliche Risikotechnologie darstellt. Durch die freigesetzte Radioaktivität in Tschernobyl erkrankten und starben zehntausende von Menschen. Das Leiden steigerte sich in den Folgegeneration bis heute durch noch mehr Erkrankungen. Es gibt im atomaren Katastrophenfall keine Möglichkeit der ärztlichen Hilfe gegen die Radioaktivität.


Um die Atomreaktoren in Fukushima wurden 380 000 Menschen aus den für Jahrhunderte nicht mehr bewohnbaren Gebieten evakuiert. Sie verloren ihr Hab und Gut, ihre gesamte Existenz. Sie sind seitdem in Notunterkünften untergebracht, mussten oft schon mehrmals umziehen. Keine Versicherung bezahlt die Schäden. So sind die Entschädigungen minimal und betragen pro Person nur ein paar tausend Euro. Selbst für ein Haus gibt es nur 5 – 6000,- Euro.

Tepco, als der Betreiber der AKWs ist seitdem ein zahlungsunfähiger Konzern, der vom japanischen Staat bisher bereits ca. 30 Milliarden Euro Unterstützung erhalten hat. Zusammen mit der japanischen Regierung leugnen die Verantwortlichen bei Tepco jedoch bis heute die gesundheitlichen Gefahren.

Die radioaktive Strahlung hat sich über weite Teile Japans verteilt und beschränkt sich nicht auf die evakuierten Gebiete. In einem Radius von bis zu 250 km um Fukushima gibt es sog. Hotspots, d.h. hohe radioaktive Strahlungen. Diese tritt über die Nahrungskette in das gesamte Leben von Menschen und Tieren ein. Über die Fische im Meer erreicht sie auch die Menschen in Europa.

Die Erkrankungen treten zeitverzögert auf und steigern sich in den Folgejahren. Er-schreckend ist, dass es bereits jetzt Untersuchungen bei Kindern gibt, wo nachgewiesen wurde, dass bereits 43% eine Veränderung an der Schilddrüse haben. (siehe IPPNW-Newsletter) Die Erkrankungen von Tschernobyl wiederholen sich in Japan. Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken ist nicht zu verantworten.

Fukushima mahnt. Jetzt handeln!

... ist das Motto der Demonstration in Neckarwestheim am Samstag, den 9.3.2013 um 13 Uhr.

Wir fordern den Sofortausstieg aus der Atomkraft und eine Beschleunigung der dezentralen Energiewende!

Trägerkreis: www.endlich-abschalten.de