| Atomausstieg – wann wird was stillgelegt?! |
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| Sonntag, den 07. August 2011 um 19:34 Uhr |
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Atomausstieg & Energiewende der Vier-Parteien-Koalition
Das Ergebnis ist ein „Atomausstieg“ und eine „Energiewende“, ausschließlich an den Interessen der vier Energiekonzernen orientiert. Faszinierend war das Zusammenspiel: Die Regierung mit „wir machen den Atomausstieg“, die Konzerne polterten formal immer dagegen, der Ethikrat sagte „man müsste, sofort geht jedoch nicht“ und die große Show fand in den Medien statt: Deutschland steigt aus, so die Aussage aller - einschließlich der Grünen. Natürlich freuen wir uns, dass das AKW Neckarwestheim 1 und sechs weitere AKW endlich stillgelegt werden sollen. Dies geschah jedoch nur aufgrund der zahlreichen bundesweiten Proteste und Aktionen. Sowohl im letzten Jahr nach den Laufzeitverlängerungen, wie gerade nach Fukushima am 11. März. Erst dieser öffentliche Druck hat dazu geführt, dass die 7 Moratoriums-AKW überhaupt nicht mehr ans Netz gehen. Atomausstieg“ - wie geht es weiter?
Die 6 leistungsstärksten AKWs dürfen also alle noch über ein Jahrzehnt weiter betrieben werden. Übertragbare Strommengen und weitere Laufzeitverlängerungen Die Energiekonzerne dürfen die sog. Reststrommengen von den stillgelegten Atomkraftwerken auf die noch laufenden AKWs übertragen. Dies bedeutet real, dass je nach der zukünftig produzierten Jahresstrommenge weitere Laufzeitverlängerungen über Jahre und sogar Jahrzehnte möglich sind. Zukünftige Bundesregierungen müssen nur die jetzigen Abschalttermine verändern. Diese Abschalttermine dienen nur der politischen Beruhigung. Die Senkung der Sicherheitsstandards vom letzten Jahr wurde auch nicht zurückgenommen. Atomprojekte Dieser Atomdeal beinhaltet die weitere Erkundung, sprich den Ausbau von Gorleben. Bis zum Jahresende soll mit einem neuen Gesetzentwurf die unlösbare Thematik einer „sicheren Endlagerungssuche“ vorgegaukelt werden, nur um für weitere Jahre und Jahrzehnte den Weiterbetrieb der AKWs rechtfertigen zu können. Die Bundesrepublik ist führend an dem unsinnigen ITER-Projekt (Fusionsreaktor) beteiligt und stellt dafür Milliarden zur Verfügung. Und die Urananreicherungsanlage in Gronau darf mit der erst vor kurzem erhöhten Produktionsmenge weiter betrieben werden. Energiewende Mit dem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und den vorgenommenen Weichenstellungen zur Energiewende wird versucht, eine rasche Energiewende hin zu einer dezentralen und kommunalen Energieversorgung auszubremsen. Die Macht der vier Energiekonzerne soll weiterhin gesichert werden - durch
Eine rasche dezentrale Energiewende ist durch den sofortigen Ausbau der Windenergie in den Südländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen möglich. Dies, ohne dass tausende Kilometer neue Trassen gebaut werden müssen. In anderen Bundesländern stellt allein die Windenergie schon bis zu 50% des Stromes zur Verfügung. Schon heute decken die regenerativen Energien bereits 20% des bundesweiten Strombedarfes. Die weitere Energiewende muss gegen den Willen der Energiekonzerne und ihnen hörige Politiker durchgesetzt werden. Packen wir es an. Dieser Atomausstieg ist insgesamt eine Mogelpackung.
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Kommentare
I. Wir können 65 % Strom aus Landwind machen (Studie d. Fraunhofergesel lschaft vom April 2011)bei 2 % Landfläche, in Wahrheit nur 1%, weil die Kühe neben den Türmen grasen können. Ferner über 50% aus Seewind (Errechnet:Uni- Kassel 2005, Team Dr. Czisch) = 115%.
II. Zur Flautenüberbrüc kung ist nötig:
a) Der Plan, der eigentlich unter Trittin (Grüne) erstellt wurde, bevor Kanzlerin Merkel die Wahl gewann, den sich jetzt klammheimlich die CDU an den Hut steckt, nämlich: Das BMU will bis 2020 die jederzeit zuschaltbaren Strömen ausbauen [In %] aus: Biogas 8%, Biomasse 16, Gas u. Dampf-KW 25, Geothermie 4= 53%.
b) Nach meiner Berechnung sind ferner 20 Pumpspeicher-Werke (PSW) der Megawatt-Klasse nötig, wie jenes geplante, das in Atdorf vom BUND abgelehnt wird. P= 1400 MW für 10 Stunden, 600 m Fallhöhe von 9 Mio m³ Wasser). Zum Vgl.: Ein AKW leistet meist nur 1000- 1200 MW- allerdings 11 Monate im Jahr. Somit wäre Windkraft sogar grundlastfähig. Die 40 Pflanzenarten, die in Atdorf gefährdet seien, könnte man, wenn man nur wollte, ausstechen mit Botanikern u. nach 6 Jahren Bauzeit wieder einsetzen rund um den oberen See herum, der als Speicher geschaffen würde. 11.9.2011, Rwindenergie@we b.de