Klimaschutz - Energiewende - Bundestagswahl...
3.10.21, 14h: Sonntagsspaziergang zu den Neckarwestheimer Atomanlagen
Das Jahr 2021 hat bei den Themen Klimaschutz und weitere Energiewende eine politisch sprunghafte Entwicklung genommen. Warum?
Nun, wir haben ein Wahljahr. Zuerst die beiden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, wo dann anschließend die Grünen - nach 10-jährigem regieren - das Ländle als zukünftiges „internationales Vorbild als Klimaschutzland“ angekündigt haben. Jetzt noch die Bundestagswahl und Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Dann gab es noch das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Klimaschutz. Rasch wurden deshalb auf Bundes- und Länderebene eben erst beschlossene Klimaschutzgesetze „nachgebessert“.
Und jetzt gab es noch die Zerstörungen durch das Hochwasser.
Welche politischen Planungen gibt es und mit welchen Schritten soll der Klimaschutz und die weitere Energiewende gemäß den Parteien erfolgen? Und wie soll die Blockade beim Zubau von neuen Wind- und Photovoltaikanlagen beendet werden? Darüber informieren wir auf unserem Sonntagsspaziergang und stellen aktuelle Forderungen vor. Herzliche Einladung!
Sofortiger Atomausstieg - GKN II jetzt für immer abschalten!
Rückschau zum Juli- Sonntagsspaziergang am AKW Neckarwestheim II
Immer noch erzeugen 6 Atomkraftwerke ihren gefährlichen Atomstrom, darunter auch Neckarwestheim II. Im Atomkraftwerk Neckarwestheim II wurden an mehr als 300 Heizrohren Spannungsrisse festgestellt - beim Bruch eines Heizrohrs entweicht hochradioaktive Flüssigkeit, ein schwerer Störfall oder gar ein Super-GAU kann die Folge sein. Der Weiterbetrieb des AKWs ist verantwortungslos - es muss sofort stillgelegt werden!
Atomkraftgegner*innen wiesen auf die nicht beherrschte Korrosion in den 4 zentralen Dampferzeugern dieses AKWs hin und forderten, dass das AKW nach der jetzigen Jahresrevision nicht wieder angefahren werden darf.
Dazu kommt, dass die 6 Atomkraftwerke und die Kohlemeiler die rasche weitere dezentrale Energiewende enorm behindern. Ihr fossiler und umweltschädlicher Strom wird bevorzugt eingespeist, und nach den bestehenden Regelungen werden stattdessen Windparks oder große Solaranlagen mit „grünem Strom“ abgeschaltet. So nicht!
- wir fordern den sofortigen Atomausstieg - GKN II muss für immer vom Netz!
- den Kohleausstieg jetzt beginnen, bis spätestens 2030 beenden!
- rasche weitere Energiewende - weg mit den Ausbremsregelungen!
"Akute GAU-Gefahr!“ - "Rost-Risiko abschalten!"
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BaWü als Grün-Schwarzes Klimaschutz-Musterland?
Nachschau - Redebeiträge des Juni-Sonntagsspaziergang zum anhören
Beim Klimaschutz und der Energiewende, vor allen Dingen bei der erneuerbaren Stromproduktion, ist Baden-Württemberg bis jetzt kein Vorbild. Mit der erneuten Grün-Schwarzen Koalition soll alles anders und besser werden. Beim Sonntagsspaziergang wurde der neue Koalitionsvertrag vorgestellt und bewertet. Und es wurde dargestellt, mit welchen weiteren Maßnahmen die Energiewende und der Klimaschutz tatsächlich rasch vorankommen würde.
In einem weiteren Beitrag gab es aktuelle Infos zur beim VGH Mannheim beantragten einstweiligen Anordnung zur Stilllegung des AKW Neckarwestheim II.
Beide Redebeiträge könnt ihr hier anhören. Zum nächsten Sonntagsspaziergang am 4. Juli laden wir Euch heute schon ein – Termin vormerken!
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Klimaneutral mit Atomkraft und Erdgas?
Rückblick Anti-AKW-Sonntagsspaziergang Neckarwestheim, 9. Mai 21
Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 auf 55% zu senken -bis 2050 will die EU klimaneutral sein. Die hieisst aber nicht "rasche Beschleunigung der Energiewende hin zu den klimafreundlichen Erneuerbaren": Vor allem Frankreich und England haben zusammen mit anderen EU-Staaten die Diskussion begonnen, dass Atomkraft als „klimafreundliche Energie“ aus Sicht der EU beschlossen werden soll. Beide Länder sind Atombomben-Nationen und bauen auch deshalb neue AKWs. Allerdings haben auch beide Länder ein Energieproblem, da die meisten der bestehenden AKWs bereits sehr alt sind. Und auch da sie die Energiewende bisher politisch ausgebremst haben, bei allen AKW-Neubauten jedoch große technische und finanzielle Probleme bestehen.
Im Artikel könnt Ihr den Redebeitrag "Diskussion in der EU: Klimaschutz mit Atomkraft?" nochmals anhören. Der nächste Sonntagsspaziergang findet dann am 13. Juni statt - schon jetzt herzliche Einladung!
35 Jahre Tschernobyl - Protestaktion Neckarwestheim
AKWs sofort abschalten - Energiewende jetzt!
Tschernobyl ist eine Katastrophe ohne Ende. Zum 35. Jahrestag ihres Beginns erinnerten auch die Anti-Atom-Initiativen am Standort der Neckarwestheimer Atomanlagen mit einer Mahn- und Protestaktion an die schweren Folgen der Atomkraft - welche täglich eben auch in Neckarwestheim drohen.
Unter dem Motto "35 Jahre Tschernobyl - AKWs sofort abschalten - Energiewende jetzt!" beteiligten sich etwa 40 AKW-Gegner*innen an dem mahnenden Erinnern an die Atomkatastrophe von Tschernobyl.
Fukushima & Energiewende
10 Jahre Super-GAU Fukushima:
Fukushima darf sich in Neckarwestheim nicht wiederholen
Starke Demonstration am Atomkraftwerk Neckarwestheim: Gut 500 Teilnehmende vor Ort, plus 200 Teilnehmende aus der Ferne
(Bündnis Fukushima - Neckarwestheim, 07.03.2021) „Wie in Tschernobyl tritt auch in Fukushima 10 Jahre nach dem Atomunfall vermehrt Krebs auf – bei Kindern 20-fach erhöht Schilddrüsenkrebs. Die Behörden planen jedoch die Kontroll-Untersuchungen zu verringern. Dabei hat die Regierung die Pflicht, die Kinder weiter zu beschützen.“ Mit diesem Hilferuf bat vor dem AKW Neckarwestheim bei der Demonstration anlässlich des 10 Fukushima-Jahrestags Frau Nagomi Norimatsu von der japanischen Gruppe "Ichimoku" aus Stuttgart, Fukushima nicht zu vergessen. Frau Norimatsu berichtete auch von Vertuschungsversuchen der japanischen Behörden und der AKW-Betreiberfirma TEPCO, um die Planung der olympischen Spiele nicht zu gefährden, mit welchen von der fortbestehenden Katastrophe abgelenkt und vor der Weltöffentlichkeit das Trugbild einer heilen Welt gemalt werden soll.
[Vollständige Abschlusserklärung | Fotos | Audios & Video der Demo]
Fukushima und das japanische Atomdorf
Seit 2011: Fukushima außer Kontrolle
Am 11.März 2011 gab es vor der Ostküste Japans ein Erdbeben der Stärke 9,0.
- bereits durch das Erdbeben wurden Atomreaktoren schwer beschädigt und es gab Probleme mit der Stromversorgung, dem Kühlkreislauf und diverse Funktionsstörungen
- das gewaltige Seebeben löste den Tsunami aus, in Folge des Erdbebens und des Tsunami starben über 18.000 Menschen, wurden 375.000 Gebäude zerstört oder stürzten ein
- 170.000 Menschen wurden wegen der hohen radioaktiven Strahlung evakuiert und verloren Hab und Gut.
- durch den Bau und Betrieb von Atomkraftwerken in einer permanenten Erdbebenregion hat die japanische Regierung und die Atomindustrie grob fahrlässig einen Super-GAU einkalkuliert.
Radioaktive Gefahr ohne Ende
Es kam in drei Atomreaktoren in Fukushima 2011 zum Super-GAU, zur radioaktiven Kernschmelze. Bis heute dauert die unkontrollierte, gesundheitsgefährdende Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung und das Meer an. Unter den gesundheitlichen Auswirkungen leiden besonders die Kinder. Von den 48 Atomkraftwerken in Japan sind erst 5 wieder ans Netz gegangen, der Widerstand vor Ort hat weitere Inbetriebnahmen verhindert. Die olympischen Spiele, die 2020 in Japan stattfinden, sollen der Welt vortäuschen: der Super-GAU ist beherrschbar, ungefährlich und Vergangenheit. In Wirklichkeit gefährdet die Radioaktivität noch Jahrhunderte lang Menschen, Umwelt und Meer.
Nach 10 Jahren: Energiewende in Baden-Württemberg?!
Rückschau: Protest-Sonntagsspaziergang zum AKW Neckarwestheim am 7.2.21
Knapp 40 Personen nutzten Anfang Februar die Möglichkeit, vor dem AKW Neckarwestheim gegen das Ergebinis von 10 Jahren grüner Regierungsbeteiligung in Bezug auf die Energiewende zu protestieren. Baden-Württemberg hatte unter den CDU geführten Landesregierungen die „Rote Laterne“ und war das bundesweite Schlusslicht bei der Stromerzeugung mit Windrädern. Im Jahr 2010 gab es in Baden-Württemberg nur 353 Windräder, weit abgeschlagen hinter allen Nachbar-Bundesländern. Die Grüne Landesregierung hat dann als Ziel gesetzt 1200 neue Windräder zu bauen. Unter der grünen Landesregierung wurden dann gerade einmal 377 neue Windräder in 10 Jahren gebaut, so dass Baden-Württemberg immer noch unter den Flächenländern (außer Sachsen) die „Rote Laterne“ hat. Bundesweit liegt der regenerative Stromanteil bei 50%, in Baden-Württemberg gerade einmal bei 30%.
Im Artikel könnt Ihr den Redebeitrag von H. Würth vom Aktionsbündnis mit der ausführlichen Bilanz nachhören.
Der nächste Termin am AKW Neckarwestheim ist jetzt die Demonstration zum Fukushima-Jahrestag am 7- März. Beteiligt Euch auch hier!
Speicher, Wind- und Sonnenstrom ersetzen Kohle und Atom!
Jahresrückschau beim Anti-Atom-Sonntagsspaziergang am 6.12.20
20 AKW-Gegner*innen protestierten am Nikolaustag vor den Neckarwestheimer Atomanlagen gegen den erzwungenen Fast-Stillstand der Energiewende. Das Jahr 2020 war und ist geprägt von der Corona-Pandemie. Da es weniger öffentliche Proteste und Aktionen gab, sind der Klimaschutz und das Ausbremsen der weiteren Energiewende einige Zeit in den Hintergrund gerückt. Erst mit den neuen Protesten gegen den Braunkohleabbau, die Waldrodungen und durch die Veröffentlichung der Teilgebietskarte zum Thema Langzeitlagerung von hochradioaktivem Atommüll sind die Energiethemen wieder in der Öffentlichkeit präsent.
Für das Aktionsbündnis steht fest: das Jahr 2020 brachte sowohl landes- wie bundespolitisch einen Stillstand bei energiepolitischen Themen!
Im Redebeitrag von H. Würth beim Dezember-Sonntagsspaziergangs könnt Ihr hier den Überblick zu den wichtigsten Energiethemen des Jahres nachhören.
Schon jetzt laden wir Euch zum nächsten Protes-Spaziergang am am 7. Februar 21 ein!
Weiterlesen: Speicher, Wind- und Sonnenstrom ersetzen Kohle...
Atomausstieg und Klagemöglichkeiten der Konzerne
Hintergrund-Info zum aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12.11.20 zum Thema Schadensersatz für die Energiekonzerne wegen dem Atomausstieg
Atomausstieg 2002 - Atomausstieg 2011
AKW- Laufzeitverlängerungen & Entschädigungen
Nach 1986 in Tschernobyl kam es am 11. März 2011 in Fukushima in drei Atomkraftwerken zur erneuten Kernschmelze, zum atomaren Super-GAU. Mit der bis heute andauernden radioaktiven Verstrahlung von Menschen, Umwelt und Meer. Die gesundheitlichen Auswirkungen wie Leukämie- und Krebserkrankungen werden bis heute offiziell verharmlost und geleugnet.
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