Demo "Klimaschutz ohne Fossile & AKWs – Energiewende jetzt sofort!"

b_215_215_16777215_00_images_stories_akt22_Fukushima-Demo_fukushima-demo-neckarwestheim-2022.jpg(Bündnis Fukushima - Neckarwestheim, 6.3.22) An der Fukushima- und Klimaschutz-Demonstration in Neckarwestheim beteiligen sich heute 500 Menschen. Sie setzen ein deutliches Signal gegen die weitere Nutzung von Atom, Kohle, Gas und Öl und für eine rasche Energiewende. Sie verurteilen den von Putin begonnen Krieg gegen die Ukraine und fordern einen sofortigen Waffenstillstand und den Rückzug der russischen Truppen.
[Link zu Fotos & Mitschnitten der Kundgebung am Artikelende]

Mit dem Angriffskrieg von Putin auf die Ukraine eskaliert in Deutschland und in Europa das Thema Energieversorgung. Die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl, trotz des undemokratischen Verhaltens von Putin, war ein großer Fehler. Er droht dem Westen sogar mit dem Einsatz von Atomwaffen. 

Wir lehnen eine Laufzeitverlängerung der AKWs strikt ab. Atomkraft war und ist eine Hochrisikotechnologie. Dies zeigt Tschernobyl, Fukushima und auch die Gefahr im sogenannten "Normalbetrieb". Bei diesem kann gerade in Neckarwestheim die Korrosion in den Dampferzeugern einen schweren Störfall verursachen. Die letzten drei AKWs erzeugen nur noch 6% des Stroms in Deutschland und können beim Thema teures und eventuell vielleicht bald fehlendes Gas und Öl aus Russland überhaupt nichts bewirken. Sie sind ein Sicherheitsproblem - siehe Ukraine. Bei einem Super-GAU ist eine nukleare Verseuchung des ganzen Großraums um Neckarwestheim im Radius von mehreren hundert Kilometern die Folge.

Das Ausbremsen der Energiewende verhindert neue Anlagen. Durch die jährliche Deckelung des Zubaus von neuen Anlagen, dem Ausschreibungszwang für jedes Windrad/Windpark, der permanenten kurzfristigen Absenkung von Einspeisevergütungen usw. wurde jede Planungssicherheit genommen. Der Zubau von neuen Windrädern kam zum Stillstand, es gibt nur noch wenige neue Photovoltaik-Anlagen. Die Abhängigkeit von den fossilen Energien wurde gefestigt statt verringert. Baden-Württemberg ist - trotz 11 Jahre Grün geführter Regierungen - immer noch das Schlusslicht unter den Flächenländern bei Wind, deutlich hinter den Nachbarländern Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen.

Wir benötigen einen Masterplan mit Investitionen zur weiteren Energiewende in Deutschland, der sofort umgesetzt wird. Alle Ausbremsregelungen, die Erneuerbare verhindern, müssen weg.
Die 100 Milliarden Euro zum Hochrüsten der Bundeswehr sind der falsche Weg.

Die Ampel-Regierung muss sich energisch für eine rasche Energiewende in Europa einsetzen. Die für 2023 geplante neue EU-Taxonomie mit einem „grünen Label“ für Atom und Gas ist durch eine Energiewende-Planung in allen europäischen Ländern zu ersetzen!

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