Sonntagsspaziergang am 3. Juni 2018, 14:00 Uhr, Neckarwestheim

b_215_215_16777215_00_images_stories_akt18_atommuellfueralle.jpgAtommüll für Alle - und die Energiekonzerne haben sich für knapp 24 Milliarden Euro von ihrer Verantwortung für den Atommüll und von allen Langzeitkosten für die zukünftige Lagerung freigekauft. Dies ist der sogenannte „Atomdeal“, den CDU/CSU/SPD und Grüne Ende letzten Jahres ausgehandelt haben. Die Konzerne konnten insgesamt 35 Milliarden steuerfrei Rückstellungen in den letzten Jahrzehnten bilden, und sie haben noch Klagen in Milliardenhöhe gegen den Bund und Länder laufen. Trotzdem konnten sie sich mit nur 24 Milliarden Euro für alle Zeiten „freikaufen“. Die Steuerzahler*ìnnen müssen zukünftig für tausende von Generationen alleine für das unverantwortliche atomare Abenteuer Atomstrom bezahlen.

Alle sogenannten Standortzwischenlager an den Atomkraftwerken und die „zentralen Zwischenlager“ in Gorleben und Ahaus gehen in Bundesbesitz über. Hierfür wurde eine neue Bundesbehörde gegründet: das Bundesamt für Kerntechnische Entsorgung. Eine neue Gesellschaft wurde auch für das operative Geschäft der Standortsuche installiert: die Bundesgesellschaft für Endlagerung.

Dies alles geschah in einem politischen Konzept, das einen Neuanfang in der Langzeitlagerung des hochradioaktiven Atommülls vortäuscht. In Wirklichkeit jedoch hat man aus dem Desaster der Asse, von Morsleben, dem bisherigen unverantwortlichen Umgang mit hochradioaktivem Atommüll nichts gelernt hat und es werden keine Konsequenzen gezogen. Augen zu und weiter so ist das politische Motto. Kaschiert werden soll dies mit einer neuen „Begleitkommission“, die als Auffangbecken der Kritik am Vorgehen dienen soll, real jedoch nichts bewirken kann. Das letzte Wort hat nach wie vor die Politik, und eine wirkliche Öffentlichkeitsteilnahme ist real nicht vorgesehen.

Wir stellen in einem Redebeitrag auf unserem Sonntagsspaziergang die Zusammenhänge und die Hintergründe für die politische Entwicklung beim Thema „Langzeitlagerung von Atommüll“ dar.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme am Protest-Sonntagsspaziergang zum AKW Neckarwestheim!

  • Unsere Forderung ist:
    Weder Kohle noch Atom – erneuerbar ist unser Strom!

- Sonntag, den 03.06.2018
 
Treffpunkt ist um 14 Uhr der Wanderparkplatz „Schöne Aussicht“
  von dort Protestzug zum Atomkraftwerk Neckarwestheim

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