Die AfD kann fort bleiben
b_215_215_16777215_00_https___www2.landesarchiv-bw.de_exporte_leo_archiv_1_bilder_bestand_0000001695_labw-1-695450-1.jpg" Am Tag, an dem sich die Synagogen-Brandstiftung von Ludwigsburg jährt, wollte die AfD ein Treffen in der Ludwigsburger Musikhalle veranstalten, nur wenige Meter vom Synagogenplatz entfernt. Nachdem die Stadt Ludwigsburg wenige Tage vor der Veranstaltung mit Hinweis auf die aktuelle Corona-Entwicklung das AfD-Treffen die Zusage für die Nutzung der Musikhalle zurückgezogen hat, ist auch die vom Bündnis „Mut gegen Rechts Ludwigsburg“ geplante Gegenveranstaltung abgesagt.
Es ist und bleibt aber empörend, dass die AfD ihre Thesen hier – wieder einmal – verbreiten wollte. Prominente Vertreterinnen und Vertreter der AfD relativieren wieder und wieder die Verbrechen der Nationalsozialisten. Die Partei und ihre Anhängerinnen und Anhänger versuchen, die Gesellschaft der Bundesrepublik zu spalten und einzelne Gruppen von Menschen gegeneinander auszuspielen. Immer wieder drohen AfD-Vertreter*innen Menschen mit anderer Überzeugung mehr oder weniger verklausuliert Gewalt an.
Genau aus solchem Geist heraus wurde am 10. November 1938 die Ludwigsburger Synagoge in Brand gesteckt. Genau aus solchem Geist heraus wurden auch Menschen aus Ludwigsburg ausgegrenzt, ausgeplündert, verfolgt, vertrieben, von den Anhänger*innen und Gehilf*innen des Nationalsozialismus ermordet. Genau aus diesem Geist heraus haben die allermeisten Menschen aus Ludwigsburg ihre bedrohten und verfolgten Nachbarinnen und Nachbarn nicht geschützt. "
www.synagogenplatz.de - 10.11.2020 - 18:00 online -