Presseerklärungen des Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim (oder der Südwestdeutschen Antiatom-Initiativen)
Kontakt: Presseanfragen

Pressemitteilung des Energieratschlag Stuttgart

(Stuttgart, 10.12.2014) Der Energieratschlag Stuttgart, ein Zusammenschluss mehrerer Energieinitiativen, begrüßt, dass OB Kuhn am kommenden Donnerstag das längst überfällige Energiekonzept für Stuttgart vorstellen will. Die Energiepolitik in Stuttgart muss Chefsache werden, fordern die Energieinitiativen schon seit Jahren. Allerdings, so sagt Jürgen Schmid von den Naturfreunden, sei damit nicht gemeint gewesen, der Chef solle alles allein machen. Folglich kritisieren die Initiativen, dass das Konzept bisher vom OB und dem Leiter der Energiewirtschaft Herrn Görres weitgehend im Alleingang erarbeitet wurde. Nicht einmal der Gemeinderat sei beteiligt worden. "Das Energiekonzept für Stuttgart muss ein Konzept aller Bürger und Bürgerinnen der Stadt sein, auch der wissenschaftliche Sachverstand der Region und der Stadtwerk muss eingebunden werden", fordert Manfred Niess von KUS - Klima- und Umweltbündnis Stuttgart, nur gemeinsam könne die Energiewende in Stuttgart gelingen.

Einladung zum Neckarwestheimer Anti-AKW-Sonntagsspaziergang am 01. Juni 2014

(27.05.2014) Am 24.05. fand die erste Sitzung der sogenannten Endlagersuchkommission statt. Kann diese Kommission einen ergebnisoffenen Neustart zur Klärung der am besten geeigneten Möglichkeiten zum langfristigen Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll machen?

Nein, ganz sicher nicht. Warum? Weil mit dieser Kommission und dem sogenannten Endlagersuchgesetz nur die seit Jahrzehnten übliche Politik der Scheinlösungen im Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll fortgesetzt wird. Der ganz sicher nicht geeignete Standort Gorleben bleibt ausdrücklich in der Auswahl der Standorte. Statt dem sofortigem Atomausstieg und statt offen darzulegen, dass es eine „sichere Endlagerung" für einen Zeitraum von 1 Millionen Jahre nicht geben kann, wird " der Öffentlichkeit  weiterhin die „sichere Beherrschbarkeit vorgegaukelt. So nicht!

Erste Sitzung der „Endlager"- Suchkommission

Weiterlesen: Die (21.05.2014) Am 22. Mai findet die erste Sitzung der „Endlager"-Suchkommission statt. Findet wirklich ein ergebnisoffener Neustart zur Klärung der am besten geeigneten Möglichkeiten zum  langfristigen Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll statt?

Fortgesetzt wurde mit dem bereits im Juli 2013 von einer All-Parteienkoalition aus CDU/FDP/Grüne/SPD  beschlossenen Gesetz zur Auswahl eines „Endlager"- Standortes die seit Jahrzehnten übliche Praxis der politischen Scheinlösungen im Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll.  In diesem Gesetz hat die Politik bereits alle Eckpunkte zum weiteren Vorgehen festgeschrieben.  Um die Öffentlichkeit zu täuschen, wurde noch die Einrichtung einer „Endlager"-Suchkommission mit aufgenommen. Diese kann nur im Rahmen des bereits beschlossenen Gesetzes zur Suche eines „Endlagers" handeln und unverbindliche Vorschläge machen. So nicht!

Wohin mit dem Atommüll?

Weiterlesen: Atomkraftwerke: Kosten und Verantwortung(13. Mai 2014) Der Betrieb von Atom- kraftwerken in Deutschland ist gleichzeitig die Geschichte der atomaren Subventionen. Neben der Kohle ist Atomkraft bis heute die am höchsten subventionierte Energieform. In einer im Jahr 2010 erstellten Studie im Auftrag von Greenpeace [1] wurde festgestellt, dass von 1950 bis 2010 die Atomindustrie in Deutschland Subventionen von über 200 Milliarden Euro erhalten hat. Dies bedeutet umgerechnet auf jede Kilowattstunde Atomstrom eine Subvention von 4,3 Cent.

Seit Jahrzehnten besteht der offizielle Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll nur aus Scheinlösungen. Jetzt kommt die Diskussion über die Kosten auf die Tagesordnung:

Anti-Atom-Gruppen lehnen Beteiligung an Atommüll-Kommission ab

(18.04. - Bundesweite Presseerklärung von Anti-Atom-Initiativen) Nachdem es eine breite Diskussion über die Teilnahme von Umweltverbänden an der „Endlager"-Kommission innerhalb der Bewegung gab, die in einer geschlossenen Ablehnung einer Teilnahme endete, ist der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) aus der Runde ausgestiegen und hat im Alleingang seine Teilnahme beschlossen. Es ist sehr bedauerlich, dass der BUND durch seine Beteiligung an der Kommission nun die „Endlagersuche" unter wissenschaftlich und politisch völlig untragbaren Bedingungen legitimieren wird. Durch die Teilnahme von Umweltverbänden wird in der Bevölkerung der Anschein erweckt, dass dort unvoreingenommen nach einer Lösung gesucht werden soll. Das dies nicht der Fall ist, haben die Umweltverbände in ihren Stellungnahmen deutlich gemacht.